Fernsehen & Co.
 
Ich muss es zugeben. Neben dem Theater, das mich in meiner Freizeit wirklich stark beschäftigt, schaue ich auch gerne fern. Dabei haben es mir vor allen Dingen neben sehenswerten Filmen einige Serien angetan, insbesondere solche, die eine mehr oder weniger starke Kontinuität aufweisen.

Zu meinen Lieblings-Serien zählt schon seit geraumer Zeit "Star Trek". Hier hatte ich zunächst in den 70er Jahren als Kind mit Kirk, Spock und Co. erste Begegnungen. Als dann Ende der 80er Jahre die "Next Generation" den deutschen Bildschirm erblickte, war ich zunächst skeptisch: Zunächst einmal wusste ich nicht, ob mir die alten Folgen, nun, da auch ich älter geworden bin, noch gefallen würden, zum anderen war ich skeptisch, ob die neuen Folgen wirklich auch zu einer eigenständigen Serie erwachsen könnte, ohne nur ein Abklatsch der alten Serie zu sein. Umso überraschter war ich, dass mit diesen Tagen erst meine heutige Begeisterung für den Serien-Tross begann. Auch wenn der neuste Ableger "Enterprise" mich bislang noch nicht wirklich überzeugen konnte, bin ich doch fasziniert von über 500 Folgen, die ihr eigenes Universum aufgebaut haben und dabei trotz einiger Ungereimtheiten eine erstaunliche Kontinuität aufweisen.

Ganz im Gegensatz zu einer anderen meiner Lieblingsserien. "Columbo". Hier gibt es zwar neben dem Inspektor, seiner nie zu sehenden Frau, seinem Auto und seinem Hund Elemente, die immer wieder auftauchen, doch ansonsten ist hier nur Columbos Schema, nicht aber seine ständig wechselnden Assistenten und Chefs, konstant. Dennoch ermittelt der Inspektor seit über 30 Jahren. Und die Episoden sind so interessant, obwohl der Mörder schon von Anfang an bekannt ist. Unglücklicherweise habe ich ausgerechnet zunächst eine Szene gesehen, die mich vermuten lies, dass Columbo eine von vielen Krimiserien aus den 70er Jahren wäre. Als dann RTL Anfang der 90er Jahre die große Werbetrommel rührte, um neue Folgen der Serie nach über 10 Jahren Pause anzukündigen, wurde ich doch neugierig und war auf Anhieb von der Serie begeistert. Mit Glück erwischte ich die letzte Komplett-Ausstrahlung von RTL und sicherte mir alle Folgen auf Video. Da es noch keine Internet-Homepage zu Columbo gab, entwickelte ich vor einigen Jahren eine, die vor kurzem mit einer anderen zusammengelegt wurde und nur unter www.columbo-forum.de zu finden ist.

Zurück zu "Star Trek". Durch einen glücklichen Zufall strahlte SAT.1 nach "Star Trek" eines Tages "Picket Fences" aus. Was hier dem Zuschauer drei Staffeln lang geboten wurde, war sensationell. Selten war ich von einer Serie so gefesselt wie von dieser. Absoluter Kultstatus. Erst als sich der Chef-Autor und Creator dieser Serie, David E. Kelley, mit der vierten Staffel offenbar zurückzog, flachte die Serie total ab. Die ersten Staffeln bestachen aber alle in ihrem Witz, ihrer Dramatik, ihrer Spannung. Bis heute weiß ich nicht, ob man die Serie besser als Familien-, Krimi-, Anwalts- oder Gesellschaftsserie bezeichnen soll, denn sie hat Elemente von allem.

Beim Zappen entdeckte ich dann Ende der 90er Jahre auf dem mir bis dahin völlig unbekannten Sender VOX eine Serie, die mich stark an den von mir so geliebten David E. Kelley-Stil erinnerte. Und tatsächlich: Es war eine neue Serie von ihm: "Ally McBeal". Auch wenn ich großer Ally-Fan bin, die Serie kam nie an die einmalige Komplexität von "Picket Fences" heran. Dennoch eine ganz tolle Serie, die leider auch mit der letzten, fünften Staffel deutlich an Qualität verlor - obwohl Kelley nach wie vor den Hauptteil der Drehbücher schrieb.

Mehr zu diesen meinen Lieblingsserien und Links im Netz gibt es in Kürze hier.

  
 
 
 
Letztes Update: 14.06.2004
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Thomas Krieger